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Herren der Titans steigen in die Landesliga auf PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 05. April 2012 um 17:07 Uhr

Kassel. Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr: Im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten ACT Kassel III haben sich die Basketballer der TV Hersfeld Titans nach starker Aufholjagd mit 90:78 (39:48) durchgesetzt. Zwei Spieltage vor Ende der Meisterschaftsrunde sicherte sich der nach wie vor ungeschlagene Bezirksliga-Tabellenführer damit den Titel und darf in die Landesliga aufsteigen.

 

 

Höchst konzentriert und topmotiviert gingen sie am Sonntag in die schwierige Begegnung. Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Vor allem in der Defensive, die einmal mehr Schlüssel zum Erfolg sein sollte, gingen die Hersfelder nicht konsequent genug zu Werke. Kassel nutzte dies geschickt aus und brachte es im ersten Abschnitt auf starke 28 Zähler - allein vier Drei-Punkte-Würfe fanden den Weg in den Korb.

Nachdem die Gastgeber nach dem ersten Viertel „nur“ mit vier Punkten vorn lagen, legten sie gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts einen 8:0-Lauf hin. Der Vorsprung wuchs auf zehn, später sogar auf 14 Zähler und beim Halbzeitstand von 48:39 schienen sich zumindest einige der Kasseler schon als sichere Sieger zu sehen. Ihre Rechnung hatten sie da allerdings ohne die Hersfelder gemacht.

Die Ruhe bewahrt

Die nämlich bewahrten Ruhe. Und starteten eine Viertelstunde vor Spielende mit einem 12:0-Lauf eine furiose Aufholjagd. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt, das wissen wir alle“, sagte Titans-Trainer Dejanco Trickovski nach dem Spiel. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber ein sehr großes Herz bewiesen und das macht mich stolz.“ Nicht nur in ihren Angriffen, in denen sie nun kaum noch Chancen ungenutzt ließen, sondern vor allem in der Verteidigung leisteten die Hersfelder nun ganze Arbeit.

„ACT Kassel III ist absolut Landesliga-würdig und man merkt, dass deren Ex-U20-Oberliga-Spieler was auf dem Kasten haben. Aber unsere Verteidigung war in Hälfte zwei einfach unfassbar stark“, sagte Trickovski beeindruckt. Mit 27:12 (!) entschieden die Titans das dritte Viertel für sich – und brachten die Gegner damit vollkommen aus dem Konzept.

Während die Kasseler sich nun immer öfter über Schiedsrichter-Entscheidungen ärgerten und sich die Spielerbank samt Trainer wegen Meckerns und unerlaubtem Betreten des Spielfelds gleich drei technische Fouls und damit verbundene Bonusfreiwürfe für die Gegner einfing, brachten die Hersfelder ihren Vorsprung souverän über die Zeit.

„Ein tolles Gefühl“

„Erst jetzt wird mir langsam bewusst, dass wir als Meister aus dieser Bezirksligaspielzeit gehen“, sagte Dejanco Trickovski einige Stunden nach dem Spiel. „Es ist einfach ein tolles Gefühl.“ Im Laufe der Woche werde sein Team nun locker trainieren, um dann im letzten Heimspiel am Wochenende noch einmal alles zu geben. „Wir wollen die weiße Weste wahren“, stellt er klar.

TVH: Hopp (29), Seiradakis (16), Lißner (15), Lazor (11), Dick (10), Kautzsch (6), Jede (2), Wiebe (1), Ilic, Malberg, Sobik, Odeh

Von Kristina Marth

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. April 2012 um 18:13 Uhr
 

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