Eine rundum gelungene Saison Drucken
Samstag, den 07. April 2012 um 13:46 Uhr

Bad Hersfeld. Meistertitel geholt, Aufstieg geschafft, ungeschlagen geblieben: Erfolgreicher hätte die Saison für die Basketballer der TV Hersfeld Titans nicht laufen können. Dass die Chemie im Team eine wichtige Rolle bei der 32:0-Bilanz des Noch-Bezirksligisten gespielt hat, betonte Trainer Dejanco Trickovski immer wieder. Zum Abschluss der Erfolgsspielzeit lassen wir daher die Mannschaft zu Wort kommen. Kapitän Nikola Lißner, Center Daniel Hopp und Ex-Nachwuchs-Bundesligaspieler Heinrich Wiebe über:

IHR AUFREGENDSTES SPIEL

Das kann nur das Rückspiel bei der ACT Kassel III gewesen sein. Allein wegen der Bedeutung des Spiels und des Spielverlaufs, meint Nikola Lißner. „Wenn man das Spiel zur Meisterschaft in der zweiten Halbzeit noch mal dreht – was soll da aufregender gewesen sein?“ Nach einem Neun-Punkte-Rückstand zur Halbzeit legten die Titans in der zweiten Hälfte eine überragende Aufholjagd hin und entschieden die Begegnung letztlich 90:78 für sich.

DIE GRÖSSTE ZITTERPARTIE

 

War das Hinspiel gegen ACT Kassel IV Ende Oktober. Das 61:55 war ein besonders hart erkämpfter Sieg. Warum auch die Zitterpartien an die Titans gingen? Sie seien im Vergleich zur letzten Saison cooler und abgezockter geworden, sagen die Spieler. In engen Partien habe man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, mit Kopf gespielt und nicht versucht, etwas zu erzwingen.

IHREN HÖCHSTEN SIEG

111:27 ging das Spiel in Fritzlar im Februar aus. Die Titans waren topbesetzt angereist. „Das war extrem ärgerlich, weil man da nicht geschwitzt hat und die Duschen auch noch kalt waren“, erinnert sich Daniel Hopp mit einem Augenzwinkern.

DIE 32:0-BILANZ

Aggressivität und Abgeklärtheit in Verbindung mit einem extrem breiten Kader haben eine wichtige Rolle für die Hersfelder Dominanz gespielt. „Als Team sind wir auch viel besser zusammengewachsen“, sagt Heinrich Wiebe, in engen Spielen sei das auch entscheidend gewesen. Auch die Konkurrenz spielte eine wesentliche Rolle: „Die Liga war geteilter als sonst“, sind sich die Spieler einig. Die Top Vier seien möglicherweise sogar besser als in den letzten Jahren, der Rest nicht wirklich konkurrenzfähig gewesen.

 

DIE ZUKUNFT

Nach dem entscheidenden Spiel in Kassel sei der Druck abgefallen und es sei gut, dass jetzt erst mal Pause ist. Einige Wochen lang haben die Titans nun trainingsfrei und treffen sich höchstens, um locker zu spielen. Im Sommer geht der Blick dann konzentriert in Richtung Landesliga. „Ich denke, von der individuellen Klasse her können wir da mithalten. Entscheidend sein wird wohl, ob wir taktisch diszipliniert genug sind“, prognostiziert Daniel Hopp bereits jetzt.

Von Kristina Marth

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. April 2012 um 18:12 Uhr